Mtwapa - Unser Zuhause

20 Kilometer nördlich von Mombasa, einem bedeutenden Wirtschaftszentrum Kenias, liegt Mtwapa, bekannt als "das Dorf, das niemals schläft.“ Das Stadtgebiet hat etwa 70.000 Einwohner und Mtwapa gilt als eine der am schnellsten wachsenden Städte Ostafrikas. Die Stadt ist durch die Küstenlage ein Urlaubsort für Touristen, die entweder ihre Ferien an den wunderbaren Stränden Kenias verbringen  oder auf eine Safari-Tour gehen wollen.

 

Etwa 28.000 – 35.000 der Einwohner Mtwapas (40-50 %) wohnen in Slums oder einfachen Siedlungen. In der Regenzeit stehen diese aufgrund einer fehlenden Kanalisation unter Wasser. Dadurch sind sie nur unzureichend oder gar nicht zu erreichen. Die Problematik trifft auch auf den Schulweg der Precious Hope School zu, deren Schulweg, wie üblich in Afrika, über nicht asphaltierte Straßen führt. In Mtwapa gibt es genau eine asphaltierte Straße, die Hauptstraße. Biegt man links oder rechts ab, gelangt man abseits der stark befahrenen Hauptstraße, abseits der hupenden Bodabodas, Matatus (afrikanische Verkehrsmittel) und der stickigen Luft, in kleine enge Gässchen. Mitten über kleinere und größere Schlaglöcher und herumliegenden Müll durchquert man das Slum von Mtwapa. Für die Mtwaper-Einwohner ist „das Slum“ kein Slum, sondern „Ihr Dorf“. In ihren Wellblechhütten sitzen die jungen Menschen, Frauen nähen Kleidung, der Wasserverkäufer zieht mit seine Runden durch das Dorf.

 

Analphabetismus ist hier alles andere als eine Seltenheit. Besonders stark davon betroffen sind die Frauen, die aufgrund der Viehzucht oder von unzureichenden Mitteln von Frauenhygieneutensilien zu Hause bleiben müssen. Wegen der hohen Arbeitslosenrate leben die Familien häufig am absoluten Existenzminimum. Ausreichende Mahlzeiten, ärztliche Versorgung und Kleidung für die Kinder kann oft nicht bezahlt werden. Auch ist die Aidsproblematik in Mtwapa sehr schwerwiegend, so dass Kinder oftmals als Halb- oder Vollwaisen bei Verwandten aufwachsen oder alleine auf der Straße leben. Hungernd kommen die Kinder in die Schule, weil sie wissen, dass dies die einzige Möglichkeit ist, Essen für den Tag zu bekommen.

Mtwapa - eine Hochburg für Sextourismus und Kinderprostitution

Mtwapa stellt das Zentrum der Prostitution in der Gegend um Mombasa dar und ist berüchtigt für die Prostitution von Kindern. Laut einer Studie von UNICEF prostituieren sich an den kenianischen Küstenstädten wie Mtwapa bis zu 30 Prozent der Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren. Etwa 10 Prozent der Mädchen sind sogar jünger als 12 Jahre. Zudem fand UNICEF in dieser Studie heraus, dass 99 Prozent der befragten Einwohner und Einwohnerinnen wissen, dass es Kindersextourismus gibt. 76,3 Prozent sagen, dass sie diese Praxis als normal ansehen, während nur 20 Prozent diese Praxis als unmoralisch und inakzeptabel betrachten. Die HIV-Infektionsrate in Mtwapa zählt aufgrund dessen zu den höchsten im Osten Afrikas.

Hilfe für die Kinder Mtwapas

Mit unserer Initiative Strahlende Kinderaugen Kenia  e.V. verfolgen wir das Ziel, Kinder aus ärmsten Familienverhältnissen vor der Kriminalität und der Prostitution auf den Straßen Mtwapa‘s zu schützen. Mithilfe der Precious Hope School in Mtwapa wollen wir die Schul- und Bildungssituation von Kindern und Jugendlichen verbessern.

 

Mit unserem Kinderheim Precious Home for Children haben wir einen Ort geschaffen, der der steigenden Anzahl an elternlosen Kindern in Mtwapa ein Zuhause bietet.

 

Unterstützen Sie uns, um eine ausreichende Schulbildung

und Versorgung zu gewährleisten!


Impressionen zu unseren Projekten und zu Kenia. 

Ein Land von Unterschieden geprägt
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